Wenn der Chef über Recht und Gesetz steht: Schöffengerichte in Deutschland

veröffentlicht 06.05.2018  von de.sputniknews.com
Etwa 60.000 Menschen in Deutschland sind ehrenamtlich als Schöffen tätig. Für die nächsten fünf Jahre werden derzeit Laienrichter gesucht, auch Sie kommen wahrscheinlich infrage und können ins Amt berufen werden. Doch die richterliche Tätigkeit kann zu Problemen am Arbeitsplatz führen.
Noch schnell die Email fertigschreiben, zwei, drei Telefonate, den 12-Uhr-Termin auf nächsten Dienstag verschieben und auf zum Landgericht – unter den missbilligenden Blicken des Vorgesetzten und mit dem letzten Mitarbeitergespräch noch im Ohr. Dem Gespräch, bei dem der Chef sagte, dass die Arbeitsleistung doch merklich gelitten habe, seit man so viel Zeit im Gerichtssaal verbringe. Dass das unkollegial sei. Dass man dafür doch eine Lösung finden sollte …
>>Andere Artikel von Ilona Pfeffer: Kein Rassismus in Sachsen? Wikipedia sperrt nach Schönfärberei 62.000 Behördenrechner
Laut einem Bericht von RP Online haben Laienrichter, die sogenannten Schöffen, in Deutschland immer wieder Probleme mit ihren Arbeitgebern. Diese müssen ihre Arbeitnehmer eigentlich qua Richtergesetz für die Verhandlungstage freistellen. In der Praxis stellt sich das aber in vielen Unternehmen als schwierig dar, gerade wenn sich ein Verfahren länger als üblich hinzieht. „In diesen Fällen werden Schöffen angehalten, das Amt niederzulegen oder gar nicht erst anzunehmen“, zitiert RP Online Ulla Sens, die nordrhein-westfälische Vorsitzende des Bundes Ehrenamtlicher Richter. Schon bei Bewerbungsgesprächen könne die Angabe dieses Ehrenamtes negativ wirken.
Alle können Schöffen werden – fast
Dabei ist es keineswegs so, dass jeder Laienrichter das Amt ausübt, weil……….
weiterlesen    https://de.sputniknews.com/panorama/20180506320586624-gerichte-schoeffen-arbeit/

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